Fastenzeit “Ich lass los”

Mit dem Lied „Ich lass los“ haben wir gemeinsam die Fastenzeit begonnen, die heuer zeitgleich mit dem Ramadan begangen wird. Das Lied erinnert uns daran, dass Loslassen befreien kann und Platz für Neues schafft. Gerade die Fastenzeit ist eine besondere Gelegenheit, innezuhalten und sich zu überlegen: Was tut mir gut und was nicht? Wovon möchte ich mich trennen?

Gemeinsam haben wir überlegt, was Kinder in der Fastenzeit „loslassen“ können. Dabei geht es nicht nur um Süßigkeiten und Fleisch, sondern auch um Dinge, die unser Herz schwer machen: Streit, schlechte Gedanken, Neid, Schimpfwörter, Angst oder Wut. Manche Kinder wollen weniger schimpfen, andere freundlicher miteinander umgehen oder bewusster teilen. Einige nehmen sich vor, weniger zu streiten oder auf etwas zu verzichten. Auch der Verzicht auf zu viel Bildschirmzeit kann ein Schritt dahingehend sein.                                                                                                      

Die Kinder sind in den kommenden Wochen nun eingeladen, das, was sie loslassen möchten, aufzuschreiben oder zu zeichnen. Diese Zettel werden in einen Sack geworfen – als sichtbares Zeichen dafür, dass wir bereit sind Ballast abzugeben und neu zu beginnen.                                                                                                            

Beim Ostergottesdienst wird dieser Sack im Kyrie feierlich zum Altar gebracht. Anschließend werden die Zettel im Freien vor dem Haus der Stille verbrannt, aus der Asche kann sinnbildlich Neues entstehen und wachsen. Freundschaft statt Streit, gute Worte statt Schimpfwörter, Freude statt schlechter Gedanken. Mut statt Angst. Es wird deutlich: Wenn wir Altes loslassen, schaffen wir Raum für Hoffnung, Freude, einem Neubeginn und für das Licht von Ostern.

So wird die Fastenzeit zu einer wertvollen Zeit, in der wir lernen können loszulassen, neu zu beginnen und im Herzen zu wachsen.